Künstlerstatement

 Daniel Sommergruber arbeitet mit Malerei als bühnenhaftem Raum. Seine Arbeiten untersuchen das Verhältnis von Körper, Raum und Macht, indem sie dem Menschen die Rolle eines funktionalen Werkzeugs zuweisen. Figuren erscheinen isoliert, überproportioniert oder fragmentiert und verlieren ihre Autonomie zugunsten räumlicher und struktureller Vorgaben.

Der Raum ist in seinen Arbeiten kein Hintergrund, sondern ein bestimmendes System, das Haltung, Spannung und Wahrnehmung formt. Sommergruber interessiert sich für Räume, in denen der Mensch vereinfacht, funktionalisiert und kontrolliert wird – ohne narrative Auflösung oder psychologische Erklärung.

Die Arbeiten verweigern dem Betrachter vollständige Lesbarkeit. Bedeutung bleibt partiell, Zugriff ist begrenzt. Offenheit entsteht nicht aus Beliebigkeit, sondern aus der Konsequenz einer klaren räumlichen Setzung.

Englisch

Daniel Sommergruber works with painting as a stage-like space. His works explore the relationship between body, space, and power by assigning humans the role of a functional tool. Figures appear isolated, oversized, or fragmented, losing their autonomy in favor of spatial and structural dictates.

In his works, space is not a background but a determining system that shapes posture, tension, and perception. Sommergruber is interested in spaces where humans are simplified, functionalized, and controlled—without narrative resolution or psychological explanation.

The works deny the viewer complete readability. Meaning remains partial, and access is limited. Openness arises not from randomness but from the consistency of a clear spatial setting.